Buchvorstellung „Herz des Winters“ und Interview mit der Autorin

Liebe Leserinnen und Leser,

heute gibt es eine Buchvorstellung zu „Herz des Winters“ von Madeleine Puljic und ein ausführliches Interview mit der Autorin!

Klappentext

SCHNEE, EIS UNDCover_HdW_Sammelband_Cover MAGIE

Sie ist eine ausgebildete Kämpferin. Beinahe jedenfalls. Er war zu Lebzeiten ein mächtiger Zauberer. Behauptet er. Daena und ihr knochiger Gefährte schlagen sich mit schlecht bezahlten Aufträgen durchs Leben, als sie in etwas verwickelt werden, das alles bisher Dagewesene übertrifft und sie mit den Schrecken der eigenen Vergangenheit konfrontiert.

Ihr neuer Auftrag lautet Krieg – und der Sold ist das Überleben der menschlichen Rasse.

 

Interview

Hallo Madeleine! Möchtest du uns ein wenig von dir erzählen? Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Hallo auch! Ich bin Madeleine Puljic, dreißig Jahre alt und komme aus Österreich. Ich bin Katzenmami mit einer Begeisterung für Brett- und Gesellschaftsspielen und neuerdings auch fürs Improvisationstheater.

Schreibtechnisch entspreche ich dem typischen Klischee: Ich bin eine Leseratte und habe bereits als Kind Geschichten geschrieben. Allerdings ist dieses Hobby bei mir lange Zeit in Vergessenheit geraten. Erst knapp vor meinem Schulabschluss, als man auf einmal wieder Kurzgeschichten statt Textanalysen abgeben sollte, ist das Interesse am Schreiben wieder aufgeflammt. Inzwischen bin ich hauptberuflich Grafikerin und nebenberufliche Autorin – mal sehen, wie sich das in den nächsten Jahren entwickeln wird.

 

Du veröffentlichst nun bereits seit mehreren Jahren deine Geschichten als Selfpublisherin. Welche Erfahrungen hast du damit gesammelt? Welches Echo kam von Lesern?

Beim Selfpublishing ist der Kontakt zu den Lesern sehr unmittelbar. Es gibt keinen Puffer, niemanden, auf den man sich rausreden kann, wenn etwas schiefgeht – man ist allein verantwortlich für alles. Schlimmstenfalls bedeutet das, richtig fieses Feedback einstecken zu müssen oder endlos zu warten, weil überhaupt kein Echo kommt. Großteils waren die Rückmeldungen aber sehr positiv, und aus den Fehlern kann man lernen und es beim nächsten Mal besser machen.

Ich habe das Gefühl, dass Leser von Indie-Autoren generell sehr viel positiver, offener und kontaktfreudiger sind als der typische Großverlags-Leser.

 

Und was war das bemerkenswerteste Signal? Wann hast du gewusst, dass du auf dem richtigen Weg bist?

Weiß man das denn je? Für mich war der erste Schock, als ich festgestellt habe, dass wirklich Leute mein Buch kaufen. Damit hatte ich eigentlich nicht gerechnet. Der zweite Schock war dann, einen Blogeintrag über mein Buch zu finden. Und natürlich der erste Leser, der mich direkt kontaktiert hat. Das sind alles kleine Meilensteine, die einem das Gefühl geben, es richtig zu machen. Angekommen fühle ich mich aber noch lange nicht.

 

„Herz des Winters“ war deine erste Veröffentlichung. Jetzt gibt es davon einen Sammelband, der die gesamte Reihe umfasst – zwei Romane und eine Kurzgeschichte. Welche dieser Geschichten ist deine liebste und warum?

Schwierig. Ich mag den ersten Band, weil es auch für mich die Entdeckung einer neuen Welt war – bis dahin hatte ich nur düstere Geschichten geschrieben, und plötzlich hatte wirklich Spaß am Schreiben. Ich mag die beiden Charaktere, Daena und Berekh. Ich mag die Art, wie sie zueinander finden und miteinander umgehen, auch später in Band zwei.

Trotzdem ist mein Favorit die Kurzgeschichte. Sie erzählt Berekhs Vorgeschichte aus einer Zeit, in der er sich zwischen den zwei wesentlichen Katastrophen seines Lebens befindet: dem Verlust seiner Frau und seinem eigenen Tod. In dieser Zeit entwickelt er sich zu einem völlig anderen Menschen als dem, den man in Band eins kennenlernt. Einem Menschen, mit dem er später selbst sehr hadert. Es war spannend für mich, ihn zu dieser Entwicklung zu treiben.

 

Die drei Geschichten sind über einen Zeitraum von mehreren Jahren entstanden. Welche Erfahrungen hast du dabei gemacht? Bemerkst du Unterschiede zwischen den älteren und neueren Texten?

Die Unterschiede gibt es definitiv! Nur Übung macht den Meister. Man lernt mit jedem Buch dazu – was macht die Geschichte spannend, wie wird der Text flüssiger, was wirkt störend für den Leser? Ich will nicht behaupten, dass das Schreiben an sich leichter fällt, damit quäle ich mich wie eh und je. Aber ich habe in den letzten Jahren sehr viel daran gearbeitet, bessere Texte abzuliefern und unter anderem mehrere Schreibseminare besucht. Man darf nie vergessen, dass das Schreiben nicht nur ein Hobby ist, sondern auch ein Handwerk, und mit dem richtigen Werkzeug tut man sich leichter, ein gutes Ergebnis abzuliefern.

 

Die Reihe „Herz des Winters“ ist also abgeschlossen. Woran arbeitest du zur Zeit? Und was unterscheidet dieses Projekt von den anderen?

Ich arbeite derzeit am zweiten Band für meine dystopische Reihe, „Darwin’s Failure“. Die größte Herausforderung dabei ist für mich, dass ich dieses Buch wirklich im Voraus planen muss – was mir absolut nicht liegt. Ich erfinde meine Geschichten meist während des Schreibens. Aber es sind so viele verschiedene Einzelschicksale, die völlig unterschiedlich verlaufen und sich trotzdem gegenseitig beeinflussen, dass ich ohne Konzept verloren wäre.

Das ist die eine Schwierigkeit. Die andere ist das sehr bedrückende Thema der Reihe.

Ich finde solche Geschichten wichtig – aber sie sind emotional sehr aufwühlend, nicht nur für Leser, sondern auch für den Autor. Danach muss definitiv wieder ein Gute-Laune-Buch her! Zum Glück habe ich da bereits wieder ein Fantasy-Projekt am Laufen, das auf seine Veröffentlichung und Fortsetzung wartet.

 

Eine Frage abseits vom Thema zum Schluss: Welches deiner Lieblingsbücher hättest du gern selbst geschrieben?

Ich bin ja immer sehr vorsichtig damit, etwas als mein „Lieblings“-Irgendwas zu bezeichnen, es gibt so viele tolle Sachen und ich vergesse gerade sicher so viele … Aber was ich gerne selbst geschrieben hätte, wäre die „Others“-Reihe von Anne Bishop. Sie erzählt die typische Geschichte von Vampiren, Werwölfen und anderen übernatürlichen Wesen, die unsere Erde bevölkern. Mit dem wesentlichen Unterschied, dass sie sich nicht vor den Menschen verstecken müssen. Sie sind die herrschenden Rassen, die Menschheit der unerwünschte Eindringling. Dieses Szenario finde ich wahnsinnig spannend. Außerdem ist die Reihe witzig, romantisch und nachdenklich – eine Kombination, die ich sehr schätze. Schließlich versuche ich sie ja auch selbst zu treffen.

 

Links

 

„Herz des Winters“ auf Amazon: https://www.amazon.de/dp/B01DS9OHJE/

Die Website der Autorin: www.madeleinepuljic.at

Madeleine auf Facebook: https://www.facebook.com/winterheart.mpuljic/

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Eine Antwort zu Buchvorstellung „Herz des Winters“ und Interview mit der Autorin

  1. Anonymous schreibt:

    Ein ganz interessantes Interview. Hochachtung! Schön geschrieben; auch für eine Autorin.
    lg
    Dad

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