Neue Fantasy – wie viel Revolution braucht die Fantasy?

Klischees von Vampiren langweilen, aber neue Fantasy soll auch nicht zu schwer sein. Im Allgemeinen beobachtet man in der Bücherwelt eher Interpretation statt Revolution, wenn es um neue Fantasywesen geht. Eher taucht ein Vampir mit einer neuen Fähigkeit auf, als dass ein ganz neues Fantasywesen die Bühne betritt. Mancher Leser ist trotzdem genervt („Was? Schon wieder ein Vampirroman?“), während andere erfreut sind, „mal endlich etwas anderes als den typischen Vampir“ als Buch vorgesetzt zu bekommen.

Aber zurück zu der Frage: Wie viel Revolution braucht die Fantasy? – Nun, die Frage lässt aus der Perspektive des Buchmarkts so beantworten: Solange man mit Fantasybüchern mit bekannten Fantasywesen genügend Verkäufe erzielen kann, braucht man im Grunde keine neuen Fantasywesen zu erfinden. Selbst wenn der Vampirtrend einmal abbricht, müssen noch lange nicht die kreativen Zellen aktiviert werden, sondern ein wenig Recherche in den Mythen dieser Welt reicht aus, um „neue“ Wesen zu entdecken und sie aus der Unbekanntheit heraus in die Bekanntheit zu holen. Soll heißen: Es gibt ja noch die Feen, die Zombies, die Nixen, die alle noch nicht so „verbraucht“ sind. Und im Grunde ist dieser Mythenschatz so zahlreich, dass er vermutlich reicht, um die Leser Jahrhunderte oder sogar Jahrtausende mit spannenden Fantasygeschichten zu versorgen.

Vielleicht bietet der Mythenschatz bereits mehr Möglichkeiten, als die Heerschar von Autoren bewältigen kann. Doch das Genre Fantasy ist in der Literatur sehr jung, zumindest in dieser Art, wie es heute existiert. Da darf man schon mal grübeln: Was kommt nach den Vampiren? (oder nach den Zombies, nach den Feen etc.)

Was wird mit der Fantasy im Jahr 2100 sein? Oder im Jahr 2400? Werden wir da immer noch Fantasy im Stil von Tolkien oder Twilight lesen? Oder muss da etwas anderes her, um uns bei der Stange zu halten? Das Thema „Vampire“ empfinden schon heute viele als „verbraucht“, nach nur rund einem „intensiven“ Jahrzehnt.

Spannend finden wir auch die Frage, ob das Fantasy-Genre mit Zeit vermehrt auf die unbekannteren Fabelwesen zurückgreifen oder sogar ganz neue Fantasywesen erfinden muss, um die Leser zu begeistern. Und, was meint ihr?

Bitte keine Blog-Kommentare, dass die Menschheit im Jahr 2100 in Atomkrieg und Naturkatastrophen untergeht etc., aber andere Visionen rund um die ferne Zukunft der Fantasy sind gerne willkommen!

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Eine Antwort zu Neue Fantasy – wie viel Revolution braucht die Fantasy?

  1. Hannah S. Baum schreibt:

    Hmmm, schwierige Frage. Ich denke eigentlich nicht, dass mythische Figuren sich verbrauchen, da die Mythen selbst nie ihre Faszination verlieren. „Dracula“ von Bram Stoker habe ich beispielsweise kürzlich erst gelesen und fand es nicht weniger spannend, nur weil Twilight & Co gerade angesagt sind.
    Wenn sich der aktuelle Trend erstmal ausgelutscht hat, wird er durch den nächsten abgelöst (vielleicht Kobolde oder Wolpertinger?).
    Ich könnte mir vorstellen, dass möglicherweise 2100 Vampire gerade wieder im Kommen sind 😉

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