Interview mit der Autorin Helen B. Kraft

Reihe: Interviews mit Autoren

— heute zu Gast: Helen B. Kraft, Autorin von „Höllenjob für einen Dämon“

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1. Hallo Helen, bitte stelle dich uns kurz vor. Was für eine Art von Fantasy schreibst du und um was geht es in deinem neuen Roman „Höllenjob für einen Dämon“?

Helen B. Kraft: Hallo! Ich wurde 1979 in der Brüder-Grimm-Stadt Hanau geboren und wuchs in deren Nähe auf. Ich schreibe schon seit meinem sechsten Lebensjahr, wenn auch in meinem Anfangsstadium mit einem Ghostwriter in Form meiner Schwester.

Seit damals hab ich mich weiterentwickelt und bin von einfachen Märchen zu komplexen Fantasy-Strukturen gewechselt. Vormals galt mein Hauptaugenmerk dem High Fantasy, wobei ich mich mittlerweile mehr in Richtung Urban orientiere.

In Höllenjob für einen Dämon geht es um den Dämon Shatan, der von der Höllenfürstin Luzifer auf die Erde geschickt wird, um deren Tochter Evangelina zu beschützen und in die Hölle zu holen. Leider geht schon direkt nach Shatans Ankunft auf der Erde alles schief – und damit meine ich nicht nur, dass er sich in Evangelina verliebt, obwohl ihm das ja ausdrücklich verboten wurde. So entwickelt sich der vermeintlich harmlose Auftrag eben zu einem Höllenjob.

2. Was ist dir besonders wichtig beim Schreiben?

Helen B. Kraft: Ich lege großen Wert darauf, meine Charaktere authentisch zu gestalten. Jeder von ihnen, egal ob gut oder böse, bekommt seine eigene Vita. Nur so schaffe ich es, die Figuren glaubwürdig dem Leser zu vermitteln.

3. Was war deine größte Herausforderung beim Schreiben?

Helen B. Kraft: Meine eigentlich immer größte Herausforderung beim Schreiben ist der Mangel an Zeit. Ich muss versuchen, möglichst viel in wenig Zeit zu verpacken. Es ist ein Balanceakt, der auf der einen Seite sehr viel Spaß macht, auf der anderen Seite unheimlich anstrengend sein kann. In jedem Fall lohnt es sich.

4. Was ist das Besondere an „Höllenjob für einen Dämon“? Warum sollten wir dieses Fantasybuch unbedingt lesen?

Helen B. Kraft: Gemein, so was die Autorin zu fragen. Normalerweise müsste ich jetzt antworten: Weil der Roman so fantastisch ist. Aber nein, seien wir ehrlich. „Höllenjob für einen Dämon“ ist die Lektüre für Leute, die Religion und Kirche nicht ganz ernst nehmen, die gerne lachen und bei denen die Romantik nicht fehlen darf. Der „Höllenjob“ ist keine Schmonzette, sondern erzählt einfach von den Leiden eines Dämons, der vollkommen unverschuldet in diese Situation hineingeschliddert ist. Und wenn ich das so anmerken darf, eignet sich so ein Buch natürlich auch wunderbar als Geschenk. *hüstel*

5. Woher hattest du die Idee für dein Fantasybuch? Was hat dich inspiriert?

Helen B. Kraft: Grundsätzlich fliegen mir die Ideen an den unmöglichsten Orten zu. Beim Höllenjob war das ein wenig anders. Ich sah via Youtube den Trailer „Legion“ und fand die Machart und die Story an sich zum Gähnen langweilig. Ich wollte – der Traum eines jeden Autors – es besser machen.

Anfangs gab es da nur die Idee des gefallenen Engels, der als Dämon an die Hölle gebunden ist. Im Laufe einer regen Diskussion mit einer Autorenkollegin entwickelte sich die gesamte Handlung, und es stellte sich heraus, dass das Buch mehr im Bereich Humor zuhause sein würde. Ich kam auf die Idee, mehrere besonders für gläubige Menschen feststehende Gegebenheiten ins Umkehrte zu verdrehen, so können Dämonen durchaus Schwächen haben und Gut muss nicht immer gut sein. Ich vermische verschiedene religiöse Aspekte, ohne dabei – wie ich hoffe – den Glauben an sich anzugreifen. Stattdessen spiele ich ein wenig mit den Wahrheiten. Stimmt das alles so, wie man es uns immer erzählt hat? Oder gibt es da vielleicht doch eine andere Seite, eine andere Weisheit? Wie der Leser das letztendlich empfindet, kann ich nicht sagen. Ich hoffe jedoch, er oder sie nimmt es positiv auf.

6. Was sind deine weiteren Pläne als Schriftstellerin?

Helen B. Kraft: Zunächst einmal würde ich gerne noch ein paar mehr Lesungen halten, doch Termine sind rar gesät. Wer also etwas hört, darf mich gerne ansprechen. Ansonsten habe ich zwischenzeitlich eine Agentur gefunden, die nun versucht, mir meinen Weg als Autorin zu ebnen. Ich würde gerne bei einem der großen Verlage veröffentlichen, weiß aber, dass das viel Arbeit und viel Energie kosten kann und wird. Dennoch bin ich bereit, mich darauf einzulassen.

7. Welchen Stellenwert nimmt das Schreiben in deinem Leben ein?

Helen B. Kraft: Schreiben kommt bei mir direkt nach Schlafen und Essen. Es ist nicht nur mein Hobby, es ist meine Leidenschaft. Egal, ob ich eine einfach E-Mail verfasse, einen Brief oder einen Roman. Schreiben hat für mich etwas von Sinnlichkeit. Ich kann mich ganz in meine Worte fallen lassen und hoffe, dem Leser dadurch ein Stück meiner Vorstellungskraft näherbringen zu können.

Danke für das Interview und noch viel Erfolg als Autorin!

Helen B. Kraft: Ich habe zu danken!

Blog von Helen B. Kraft

Das Interview führte Annira Falter, Autorin von „Astarian„.

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