Akira Himekawa, Akira: „The Legend of Zelda. Ocarina of Time” (Band 1) (Manga Rezension)

3 von 5 Sternen

Meine Meinung zur Manga-Reihe

The Legend of Zelda. Ocarina of Time (Band 1)

(zu Band 1 von 2 Bänden)

Inhalt von „The Legend of Zelda. Ocarina of Time” (Band 1)

Zum Inhalt von „The Legend of Zelda. Ocarina of Time” brauche ich nicht viel zu sagen. Es ist der Manga zum gleichnamigen Videospiel von Nintendo, das zahlreiche Auszeichnungen als bestes Videospiel aller Zeiten gewonnen hat. Erstmals erschien es für den N64, dann auch mit überarbeiteter Grafik für den Gamecube und weitere Nintendo-Konsolen.

Dennoch kurz zur Story: Der Kokiri Link hat es in seinem Feen-Dorf nicht leicht. Obwohl er eigentlich ein „Feen-Junge“ ist, hat er keine Fee, wofür der Anführer Mido ihn ständig niedermacht. Eines Tages aber kommt doch eine Fee zu Link. Ihr Name ist Navi und sie überbringt ihm die Botschaft, dass der mächtige Deku-Baum seine Hilfe braucht. Der Deku-Baum ist Wächter des Feenwaldes und der Beschützer der Kokiri. Ein dunkler König aus der Wüste namens Ganondorf habe ihn mit einem Spinnenfluch belegt und Link soll das Übel besiegen.

Doch bald erfährt Link, dass das nur der Anfang einer noch viel größeren Mission ist. Er soll die drei heiligen Steine finden (den Stein des Waldes, den Stein des Feuers und den Stein des Wasser), um mit ihrer Hilfe Ganondorf zu besiegen. Seine Reise führt ihn quer durch das Land Hyrule und schließlich zu Prinzessin Zelda, die dasselbe Ziel hat wie Link. Mit den heiligen Steinen wollen sie das Zeitportal  öffnen und Ganondorf mit dem heiligen Triforce besiegen, das sich dort befindet. Das Triforce ist ein göttliches goldenes Dreieck, dessen drei Fragmente für Weisheit, Kraft und Mut stehen.

Unterschiede vom Zelda-Spiel und dem Zelda-Manga

Der erste Manga zu „The Legend of Zelda. Ocarina of Time” von Akira Himekawa unterscheidet sich vom Videospiel vor allem in der Gewichtung der Elemente Kampf, Weltreise und Story: Während man im Zelda-Spiel viel mit Wandern durch die Welt, mit Side-Quests für Herzkontainer und mit den Monsterkämpfen in den Dungeons beschäftigt ist, minimiert Akira Himekawa das alles fast so weit, dass es komplett fehlt. Wem im Zelda-Spiel zu wenig Story war, der bekommt jetzt das andere Extrem: Es gibt kaum noch Kämpfe und nur noch Story.

Ein weiterer Unterschied: Die Story des Zelda-Mangas weicht in Kleinigkeiten vom Zelda-Spiel ab, doch hier will ich nicht zu viel verraten. Aber allgemein kann man sagen, dass je weiter der Manga voranschreitet, desto mehr Freiheiten nimmt sich der Mangaka. Im zweiten Band von  „The Legend of Zelda. Ocarina of Time“ gibt es noch mehr eigene Ideen. Dennoch hält sich die Kreativität von Akira Himekawa in Grenzen. Der Manga „Zelda“ bleibt bemerkenswert dicht an der Story des Zelda-Spiels dran.

Auch die Zeichnungen orientieren sich an den Bildern aus dem Videospiel„The Legend of Zelda. Ocarina of Time” sowie an den  „offiziellen“ Zeichnungen, die man aus manchem Magazin kennt.

Meine Bewertung von „The Legend of Zelda. Ocarina of Time” (Band 1)

Dass Akira Himekawa aus  „The Legend of Zelda. Ocarina of Time” keinen Shonen-Manga mit Kampf und Action macht, kam bei mir zuerst gut an. Erstens kenne ich das Zeldaspiel, zweitens finde ich die Storyin Mangas meist spannender als bloße Kämpfe. Allerdings reduziert Akira Himekawa die Kämpfe so weit, dass es lächerlich wird. Die Monster sind regelrechte Bagatellen, man kann die Monster nicht mehr ernst nehmen. Auf dem einen Mangabild erheben sich die Endgegner und auf der nächsten fallen sie schon und im Manga-Verlauf wird das immer extremer. Mit dem Kleinkram wie Spinnen und Baby-Dodongos gibt sich der Manga gar nicht erst ab. Selbst als Nicht-Liebhaberin von Kampfszenen muss ich leider sagen: So geht’s auch nicht. Dadurch geht die Atmosphäre flöten.

Auch wer sich allgemein auf schöne Bilder und Rätsel aus den Tempeln gefreut hat, wird enttäuscht werden. Die Tempel kommen gar nicht bildlich vor, Akira Himekawa konzentriert sich voll und ganz auf die Hauptstory der Oberwelt Hyrule.

Wie auch immer. Ich war dennoch angenehm überrascht, dass der Manga „The Legend of Zelda. Ocarina of Time” so stark bei der Hauptstory bleibt. Im Großen und Ganzen meistert Akira Himekawa die Herausforderung, aus dem Zelda-Spiel eine zusammenhängende Story zu machen, ganz gut. Die Story der Oberwelt geht zwar zügig voran, aber größtenteils nicht unpassend zügig. Die Zeit versucht Akira Himekawa hauptsächlich bei den Dungeons zu sparen, sodass für die Hauptgeschichte genug Seiten bleiben. Dadurch passt die Story bis zum zentralen Punkt, wo Link das Masterschwert aus dem Stein zieht, sogar geradezu bequem auf die rund 200 Seiten. Für einige unwichtigere Szenen nimmt sich der Mangaka sogar verhältnismäßig viel Erzählzeit, etwa für Links Rangeleien mit Mido.

Zeichnerisch gibt es auch größtenteils Pluspunkte, da der Mangaka sich bei Figuren und Hintergründen recht stark an den vertrauten Originalen konzentriert, statt zu versuchen, da etwas schiefes Eigenes auf die Beine zu stellen. Dennoch erschien mir gerade Link im Gesicht minimal daneben gelungen. Da hätte ich mir eine etwas andere Mimik gewünscht.

Im Gegensatz zum Zelda-Spiel lässt Akira Himekawa Link in seinem Manga auch ganz normal reden. Er ist also nicht der schweigsame Bursche. Auch diese Aufgabe hat der Mangaka ganz gut gemeistert.

Bisweilen wirken die Manga-Seiten etwas überladen mit Zeichnungen und chaotisch, war mir nicht so gut gefallen hat, aber das fiel für mich weniger ins Gewicht.

Zum Schluss noch was zur der Kreativität von Akira Himekawa: Die eigenen Ideen und damit die Abweichungen zur Story des Zelda-Spiels sind ganz nett und manchmal auch witzig. Einige Abweichungen passen mehr zur Story, andere weniger und manches ist eher daneben. Grundsätzlich merkte ich im Leseverlauf aber, wie ich den eigenen Ideen des Zeichners positiv gegenüberstehe. Ich hätte gerne mehr davon gehabt. Denn mal ehrlich: Es ist ziemlich langweilig, wenn man im Manga nur exakt das vorgekaut bekommt, was man erwartet und schon in- und auswendig kennt – und ich würde mich durchaus als Zelda-Fan bezeichnen. Gerade in den Abweichungen liegt die Spannung. Damit sie aber nicht ärgern oder den Fan mit einem blöden Gefühl zurücklassen, müssen es gute Abweichungen sein. Ich denke, da können die subjektiven Meinungen sehr verschieden sein, wie gut Akira Himekawa das gelingt.

Letztlich ist es aber ein Manga für Zelda-Fans, die die Story bereits auswendig kennen und nur einmal mehr eine Nacherzählung wünschen. Entsprechend „unspektakulär“ wird die Story inszeniert. Nicht-Fans von Zelda wird man mit dem Manga „The Legend of Zelda. Ocarina of Time” nur schwer davon überzeugen können, dass sich dahinter eines der besten Rollenspiele aller Zeiten versteckt.

Wobei man berücksichtigen sollte, dass der Mangaka da sicherlich an die Vorgaben des Verlags gebunden sein wird, der sicherlich sagte „nur zwei Bände“. Dass das nicht so spektakulär und A-klassig werden kann, ist bei diesen Rahmenbedingungen von vornherein klar.

Fazit zum Manga

Der verspätete Manga zum gleichnamigen Nintendo-Spiel „The Legend of Zelda. Ocarina of Time“ ist fast nur was für Zelda-Fans. Man muss den Manga aber nicht gelesen haben, auch als Fan nicht. Wer jedoch unbedingt seine Neugier befriedigen möchte, wie Zelda als Manga ist, der kann sich den Zelda-Manga von Akira Himekawa ruhig anschauen. Man sollte die Erwartungen nicht zu hoch legen und sollte ein Liebhaber der Story und nicht der Dungeons und Monsterkämpfe sein. Wer diese Eigenschaften mitbringt, bekommt hier einen ganz netten Manga geboten.

Wer dagegen das Zelda-Spiel von Nintendo nicht kennt, spart sich den Manga besser. Das Zelda-Spiel „The Legend of Zelda. Ocarina of Time“ kann ich auch nach zehn Jahren noch empfehlen, den Manga hingegen nicht. Da gibt es unter den „normalen“ Mangas viel bessere Geschichten.

Und wie fandet ihr diesen Manga? Hinterlasst doch euer Statement als Kommentar in diesem Blog!

 
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