Interview mit Monika Dennerlein

Reihe: Interview mit Autoren

— heute zu Gast: Monika DenWaechterschwingen Covernerlein (alias Inka Loreen Minden, Lucy Palmer und Loreen Ravenscroft)

Hallo Monika, deine Romane aus den Bereichen Erotik Fantasy, Erotik und Homoerotik begeistern eine breite Leserschaft. Was glaubst du, ist das Erfolgsrezept deiner Bücher?

Da kann ich nur wiedergeben, was mir meine Leser berichten. Sie sagen, dass meine Geschichten in ihren Köpfen wie ein Film abläuft und sie mittendrin sind, mit meinen Protas leiden und mitfiebern. Ich bin ein sehr emotionaler Mensch und gebe auch meinen Figuren sehr viele Gefühle mit, lasse die Leser tief in ihre Köpfe blicken, sie sehen, was meine Figuren bewegt und quält. Außerdem gibt es in meinen Erotikstorys immer eine Rahmenhandlung, die auch ohne Erotik funktionieren könnte. Eine spannende Geschichte drumherum ist mir sehr wichtig. Oft gibt es Leser, die das Gefühl haben, meine Figuren würden tatsächlich leben, so lebendig kommen sie rüber. Das freut mich natürlich sehr!

Welches deiner Werke ist aus deiner Sicht das bisher erfolgreichste?

Puh, das ist schwer zu beantworten. Spontan würde ich sagen: Herzen aus Stein.
Herzen aus Stein: Wächterschwingen 01
 

Du hast eine ganze Reihe von Pseudonymen wie Inka Loreen Minden, Lucy Palmer und Loreen Ravenscroft, dabei bewegen sich die Bücher in einem ähnlichen Genre-Bereich. Was ist der Grund für diese Vielfalt?

Ursprünglich wollte ich nur Jugendbücher schreiben, aber irgendwie wurden meine Texte immer erotischer. Daher wollte ich einen anderen Namen, um die beiden Genres zu trennen. Inka Loreen Minden ist ein Anagramm meines richtigen Namens.

Als ich dann für Blue Panther Books schrieb, bekam ich vom Verlag das Pseudonym »Lucy Palmer«.

An Mona Hanke ist Rowohlt schuld, denn sie wollten gerne einen deutsch klingenden Namen für die Geschichten, die in München spielen 🙂

Loreen Ravenscroft steht für Romantasy, und in kürze gibt es noch ein neues Pseudonym für mein Jugendbuch, das an Ostern 2013 beim Baumhaus Verlag (Bastei Luebbe) erscheinen wird.

Ich habe den Eindruck, im Bereich der Homoerotik konzentrierst du dich auf Liebe zwischen Männern. Was macht gerade diese Art von Liebe so reizvoll? Hast du bereits Bücher oder Kurzgeschichten mit Liebe zwischen Frauen geschrieben?

Es gibt tatsächlich eine sehr alte Geschichte von mir, eine der ersten, in der es auch um die Liebe zweier Frauen geht: Die Amazone – Nana Amalas Liebessklave (aus dem Buch: Supernovae). Ansonsten schreibe ich nur m/m-Romances. Als Frau finde ich: Ein Mann ist heiß, aber zwei sind eben heißer 🙂

Außerdem bringt so eine Liebe viel mehr Konflikte mit sich, was eine Geschichte einfach spannender macht. Daher schreibe ich auch so gerne Historicals, die im alten England spielen, da meine Helden dann viel mehr Hürden überwinden müssen, um zusammenzukommen. Schließlich stand die Todesstrafe auf »Sodomie«, wie Homosexualität früher hieß.

Erotic Fantasy – Was ist an der Liebe zwischen Fantasywesen anders? Wie unterscheidet sich Liebe mit Fantasywesen in deinen Romanen von Liebe zwischen Menschen?

Grundsätzlich klopfen alle Herzen gleich, wenn es um Liebe geht, insofern ändert sich daran nichts. Aber man hat als Autor einfach viel mehr Möglichkeiten, wenn man mit Engeln, Dämonen, Vampiren, Gestaltwandlern oder Gargoyles arbeitet. Solche Wesen erleben ganz andere Abenteuer. Da kann sich meine Fantasie so richtig austoben.

Wovon lässt du dich bei deinen Romanen inspirieren?

Von allem, was mir vor die Augen kommt, das kann ein Foto sein, ein Film oder ein Mensch, der meinen Weg kreuzt. Meine Muse bedient sich überall.

Wie siehst du die Entwicklung der Genres Erotic Fantasy und Homoerotik in den letzten fünf Jahren? Hast du den Eindruck, das bleiben Genres für Nischenzielgruppen oder geraten sie immer mehr in den Mainstream?

Nischengenres sind das nicht mehr. Da hat sich in den letzten Jahren viel getan, gerade im Bereich der Homoerotik erlebe ich immer wieder, dass sich sogar Großverlage nicht mehr davor scheuen, sich dieses Themas anzunehmen. Es wird immer salonfähiger, egal ob in Büchern oder auf der Leinwand.

Danke für das Interview!

Liebe Annira, ich bedanke mich für die Einladung. Hat Spaß gemacht!

Website von Monika Dennerlein

Das Interview führte Annira Falter, Autorin von „Astarian„.

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