Interview mit Emily Bold – Autorin von historischen Liebesromanen

Reihe: Interview mit Autoren

— heute zu Gast: Emily Bold, Autorin von historischen Liebesromanen

Heute stelle ich euch eine Autorin vor, die historische Liebesromane schreibt, ohne Verlag publiziert und mit dem Schreiben ihren Lebensunterhalt verdient – Emily Bold.

 

1. Hallo Emily, bitte stelle dich uns kurz vor.
Hallo, mein Name ist Emily Bold. Ich wurde 1980 in einem kleinen Städtchen in Mittelfranken geboren, wo ich auch heute noch mit meiner Familie lebe. Ich schreibe unter Pseudonym Historicals und Jugendbücher.

2. Du schreibst historische Liebesromane. Was ist das Besondere an deinen Romanen? Warum sollten wir sie unbedingt lesen?

Ich will niemanden zwingen, meine Bücher zu lesen. Ich schreibe aber, um meine Leser zu unterhalten, sie in eine Geschichte miteinzubeziehen. Um ihnen Stoff zum träumen zu geben, sie mitlieben, aber auch mitleiden zu lassen. Ich versuche, meinen Lesern eine tolle Lesezeit zu verschaffen. Deswegen lohnt sich vielleicht ein Blick in eines meiner Bücher.

3. Was sind deine größten Herausforderungen beim Schreiben?
An sich selbst zu wachsen. Die eigene „Schreibe“ stetig zu verbessern, und es immer wieder schaffen, in seiner Geschichte „Aha“-Momente für den Leser zu kreieren, die ihn bewegen.

4. Wie findest du Mischungen aus historischen Roman und Fantasy bzw. Mystery? Gibt es in deinen historischen Liebesromanen auch „magische“ Elemente?

Nein, in meinen Historicals gibt es keine „Magischen Elemente“ – obwohl, eigentlich doch. Denn gibt es einen stärkeren Zauber, als den der Liebe? In meiner „The Curse“-Reihe sieht es da schon anders aus. Dort geht die reale Welt fließend in die Welt der Magie über: Flüche, Unsterblichkeit und sogar Zeitreisen sind dort möglich.

5. Wie siehst du die Entwicklung des Genres historischer Liebesroman insgesamt? Was beobachtest du hier an Tendenzen und Trends?

Ich denke, historische Liebesromane sind ein „All-Time“-Klassiker. Es mag Trends und Hypes geben, wie z. B. Twilight oder die „Shades“-Reihe. Aber ich habe in meiner Jugend schon Historicals gelesen und denke, auch meine Töchter werden dies vielleicht noch tun, denn die Historicals sind einfach zeitlos. Und welche Frau sehnt sich nicht ab und an in die Arme eines starken Piraten, der sie auf eine einsame Insel in der Karibik entführt?

6. Sorgfältige Recherche oder fantasievolles Ausschmücken der Vergangenheit – was magst du mehr? Wie wichtig ist dir historischer Realismus in deinen Werken?

Der goldene Mittelweg. Ich glaube nicht, dass absolute Exaktheit einem Historical guttut, denn leider waren die Zeiten, von denen ich schreibe, oft sehr viel weniger romantisch, als man sich das vorstellt. Will das der Leser wissen – oder sich lieber auf die „schönen“ Aspekte der damaligen Zeit konzentrieren? Ich versuche, beides zu vereinen. Mal ehrlich: wer will in einem Liebesroman die „realistische Morgentoilette“ einer Dame um 1750 lesen?

7. Du publizierst ohne Verlag. Soll es dabei bleiben oder könntest du eines Tages der „Versuchung“ unterliegen und doch noch einen Verlagsvertrag unterschreiben?

Ich wurde zu Beginn meines Autorendaseins von einem Verlag abgelehnt, eine große renomierte Agentur lobte über die Maßen meine „Schreibe“, hielt aber die Historicals auf dem deutschen Markt als unverkäuflich, da man hier gegen die bekannten US-Autoren keine „Chancen“ hätte.
Heute sieht die Sache ein wenig anders aus, denn tatsächlich habe ich mehrere Angebote von Verlagen und Agenten abgelehnt, da mir die Konditionen nicht zusagten. Das hätte ich bei der Veröffentlichung von „Gefährliche Intrigen“ niemals gewagt. Mittlerweile aber kenne ich den Markt und die Konditionen schon sehr gut und würde auch nicht mehr alles unterschreiben.
Wenn  mir aber ein Verlag wirklich etwas zu bieten hat, könnte ich mich durchaus zu einer Zusammenarbeit entschließen.

8. Was tust du alles, um deine Werke bekannt zu machen?

Oh, ich schreibe einfach verdammt gute Bücher! 😉 Nein, mal im Ernst: ich nutze die bekannten Social Media Plattformen und tausche mich dort sehr gerne mit Lesern aber auch Kollegen aus. Ausserdem schreibe ich für einige Blogs Artikel zum Thema eBooks und digitalem Publishing. Gerade erst war ich für Amazon fünf Tage auf der Buchmesse Frankfurt, um deren Team zu verstärken – auch das fördert ein wenig die Bekanntheit, denke ich.

9. Welchen Stellenwert nimmt das Schreiben in deinem Leben ein? Gehst du noch einer anderen beruflichen Beschäftigung nach?
Momentan verdiene ich mit dem Schreiben meinen Lebensunterhalt. Das Schreiben ist für mich Hobby und Beruf, Freude und auch manchmal Leid. An Platz Eins steht aber meine Familie, erst dann kommt Emily Bold.

10. Was sind deine weiteren Pläne als Schriftstellerin?
Schreiben, schreiben, schreiben… Kurz vor Weihnachten wird es eine Neuerscheinung von mir geben – wieder einen Historical. Mehr wird noch nicht verraten. Für 2013 stehen auch schon ein paar Eckpunkte fest, aber auch die DARF ich noch nicht verraten, nur soviel: das wird großartig werden!
Ansonsten hoffe ich, auch weiterhin meine Leser zum lachen, träumen oder gar zum weinen bringen zu können – gelingt mir das, bin ich mehr als zufrieden.

Danke für das Interview und noch viel Erfolg als Autorin!

Website von Emily Bold

Das Interview führte Annira Falter, Autorin von „Astarian„.

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2 Antworten zu Interview mit Emily Bold – Autorin von historischen Liebesromanen

  1. evajoachimsen schreibt:

    Emily Bold ist ein großes Vorbild für uns Indies. Sie schreibt wirklich spannend und gut.

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