Rückblick: Ich als Autorin vor zehn Jahren

Zehn Jahre – so lange ist es her, seit ich mich „Autorin“ nenne. Es ist Zufall, aber es sind genau zehn Jahre: Im Frühjahr 2002 entschloss ich mich zu schreiben, da war ich 17 Jahre alt. Im Frühjahr 2012 veröffentlichte ich mein erstes Fantasy-Buch.

Zehn Jahre … Ich will mal versuchen, mich an die Annira Falter von damals zu erinnern:

Frühjahr 2002 … Ich beschloss, meinem Leben einen Sinn zu geben. Ich machte mich auf die Suche nach einem Hobby, das „stärker“ war als mein bisheriges – das Videospielen. Ich war leidenschaftliche Gamerin von Qualitätsspielen (Magazinwertungen von 90%+++). Ich gehörte zu jenen, die das neben der Schule quasi als Vollzeitjob betrieben …

Ich suchte nach einem Hobby, das eine ernsthafte Alternative war – und so fand ich zum Schreiben. Ich hatte auch schon eine Vision: Ich wollte das berühmte Nintendo-Videospiel „The Legend of Zelda – Ocarina of Time“ als Roman erzählen – keine Fanfiction, sondern vielmehr ein „Roman zum Spiel“.

Ich fing an und schrieb und schrieb und betrieb zugleich „Recherche“ im Videospiel. 30 Seiten … 60 Seiten … 150 Seiten … 300 Seiten … – A4-Seiten natürlich. Von Schreibtipps hatte ich bis dahin noch nie gehört, das Internet kannte ich nicht und die Online-Literaturszene erst recht nicht. Aber ich überarbeitete. Ich überarbeitete und überarbeitete und überarbeitete. Niemand gab mir Feedback, schon gar kein negatives. Niemand kritisierte mich. Trotzdem verbesserte ich. Ich überarbeitete nach eigenen Maßstäben. Ich erkannte, dass die Worte „denn“ und „weil“ wenig in einem guten Roman verloren hatten. Ich überarbeitete, weil ich selbst mit dem Geschriebenen unzufrieden war. Bis Seite 30 vielleicht zehn Mal. Bis Seite 60 vielleicht neun Mal. Bis Seite 150 vielleicht fünf Mal. Irgendwann hing mir die Heldengeschichte zum Hals heraus.

Ich hatte für mein Leben genug mit dem Schwert gekämpft – und nebenbei im Internet Fanfictions zu „Zelda“ gefunden. Einerseits las ich sie gerne, andrerseits war ich enttäuscht, dass ich nicht die Einzige war, die versucht, „Zelda“ in einer literarischen Geschichte zu verarbeiten – wenngleich ich niemanden fand, der sich ebenfalls das Ziel gesetzt hatte, ein realitätsnahes Epos zum kompletten Videospiel zu schreiben.

Wie auch immer. Nach so viel linearer Handlung mit Heldenwanderungen wollte ich endlich was mit Gefühl, komplexen Beziehungen und neuer Fantasie schreiben.

2003 … Ich legte den Grundstein für eine neue Geschichte: Die Geschichte der Ancris.

Mehr davon in einem anderen Blogbeitrag.

Eure Annira Falter

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