Werden die Leser meine Bücher mögen?

Werden sie mich mögen als neue Autorin? Werden meine Bücher gut bei ihnen ankommen? Diese Fragen stellen sich wohl viele neue Autoren und Autorinnen – auch ich. Und ich stehe noch ganz am Anfang. Ich fühle mich wie am Fuße eines hohen Berges, der nur schwer erklimmbar ist. Es ist noch so viel zu tun …

Viele neue Autoren wissen es nicht …

Viele neue Autoren wissen nicht, was auf sie zukommt. Sie denken, wenn sie ein Buch veröffentlicht haben und das in ihrem Blog verkünden, hört ihnen die ganze Welt zu. Aber ich weiß es besser. Das ist nicht so. Ich weiß, dass noch kaum jemand meinen Blog liest. Um das zu wissen, brauche ich keine Statistiken.

Erst seit etwa einer Woche bin ich offiziell neue Autorin. Ich habe keine großen Netzwerke, die mir als Seilschaft bei dem Berg dienen. Ich fange fast von Null an. Aber eines habe ich: Wissen. Theoretisches Wissen. Die wenigsten neuen Autoren dürften die Bücherwelt und ihre Gesetze so gut wie ich kennen.

Die Gesetze der Bücherwelt

Seit 2005 erforsche ich die Buchwelt von verschiedenen Seiten. In meinem Soziologie-Studium und in der Freizeit habe die Machtmechanismen der Literaturwelt erforscht, die Gesetze der Aufmerksamkeit, die Marketingstrategien, die sozialen Spielregeln und die wirtschaftlichen Zwänge. Ich habe einen sehr kritischen Blick auf die Bücherwelt, doch ich weiß, mit diesem Wissen bringe ich nicht viele Leser dazu, meinen Fantasy Roman „Astarian“ zu kaufen (ja, ihr seht, der verzweifelte Versuch einer Werbung). Ihr lieben Leser wollt Unterhaltung, heißt es – und das wird mehr oder weniger stimmen. Sozialkritik zur Buchbranche interessiert euch wahrscheinlich weniger – nein, nein, ich will nicht behaupten, ihr seid daran gar nicht interessiert. Ich frage mich nur, ob diejenigen, die das interessiert, wirklich die richtigen Leser für meinen Fantasy-Roman sind. Vielleicht teilweise – optimistisch gedacht …

Insofern nützt mir dieses sozialkritische Wissen nicht allzu viel. Es hilft mir aber, Fehler zu vermeiden, realistisch zu sein. Wenngleich ich zugebe, dass auch ich den Traum von der Bestsellerautorin träume ; – ) Vielleicht helft ihr mir, in wahr zu machen, vielleicht auch nicht. Euch muss mein Buch gefallen, wird es das? Aber das alleine reicht nicht. Ihr müsst es „großartig“ finden, nicht nur „nett“. Es muss euch so gefallen, dass ihr es weitersagt. Ob ich das erreiche?

Ein „gutes Buch“ alleine reicht nicht

Ich kenne die Welt der Fantasy Bücher gut genug, um so großspurig behaupten zu können: Ja, mein Buch ist außergewöhnlich. Es fällt auf, das war nicht schon „zig mal dagewesen“. Gefühlsmäßig hat es auch das Potenzial für Bestseller. Aber wie gesagt, ich weiß, wie es auf dem Buchmarkt so zugeht. Und das alleine reicht nicht. Manchmal sind es auch nicht die außergewöhnlichen Bücher, die viel Aufmerksamkeit erhalten, sondern die einfachen Bücher. Romane, die auf Trends mitreiten. Amanda Hocking ist ein gutes Beispiel dafür. Und sie weiß es auch selbst: „Ich glaube nicht, dass ich irgendwie megasupertoll bin“, hat sie gesagt – was sie mir sehr sympathisch macht. Ebenso, weil sie zugibt, dass Marketing harte Arbeit ist. Ja, ob ein Buch erfolgreich wird, das hat nicht unbedingt mit Qualität zu tun, es geht viel um Marketing, um Sympathie für den Autor. Andrerseits: Es gibt viele Wege.

Annira Falter

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